Betreuungskonzept Demenz

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Etwa eine Million Menschen in Deutschland leiden an dementiellen Erkrankungen (z. B. Alzheimer). Die Tendenz ist steigend!
Die Erkrankungen haben oft einen schleichenden Verlauf und reichen von harmlosen Gedächtnisstörungen bis hin zu Wesensveränderungen, Unruhe, Angstzuständen, der Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus oder einer reduzierten Sprache. Ein körperlicher Verfall steht oft am Ende des Krankheitsverlaufes.

Die Belastung der pflegenden Angehörigen und Familien mit einem kranken älteren Menschen liegen oft an der Grenze des Leistbaren.
Die schleichenden Veränderungen sind für die Angehörigen nur schwer zu ertragen. Die geliebte Mutter, die ihr Leben hindurch für die Familie gesorgt hat, wird auf einmal zum hilflosen Kind; Freunde und Bekannte ziehen sich zurück, weil sie das Schicksal der Betroffenen und deren permanente Überlastung nicht ertragen können.

Oft sind es Kleinigkeiten, die die Situation erträglicher und humaner gestalten könnten. Ein Friseurbesuch, mal wieder in Ruhe Zeitung lesen, eine Tasse Kaffe trinken, eine Nacht ungestört durchschlafen, einfach nur mal in Ruhe die Wohnung aufräumen oder einen Spaziergang machen; diese so selbstverständlichen Dinge sind für die Angehörigen der Demenzkranken oft unerreichbar.

Deswegen entstant unter dem Begriff Betreuungskonzept Demenz ein Projekt für Freiwillige, das demenzkranke Menschen unterstützen und ihre Angehörigen entlasten soll.

Die Aufgabe der freiwilligen Mitarbeiter bestehen darin, in regelmäßigen Abständen z.B. alle zwei Wochen für ca. 2 – 3 Stunden die Familien zu Hause zu besuchen und den Angehörigen dadurch die Möglichkeit der eigenen Entlastung zu bieten.
Der Schwerpunkt der Betreuung liegt in der liebevollen Zuwendung und Aufmerksamkeit gegenüber dem Erkrankten. So werden die Betroffenen durch Gespräche und Aktivitäten angeregt und gefördert.
Beschäftigungsangebote beziehen sich immer auf die noch vorhandenen Fähigkeiten der kranken Menschen (z.B.: Spiele mit Tradition (Mensch- ärgere-dich-nicht...), Bastelaktivitäten, Singen und Musizieren, Sinnesübungen, Gespräche über frühere Zeiten, Übungen zum Gedächtnis, Spaziergänge u.v.m.).

Die freiwilligen Mitarbeiter werden vor Beginn ihrer Tätigkeit in Theorie und Praxis geschult. Inhalt der Schulung sind nachfolgende Themen:

  • Basiswissen über Krankheitsbilder, Behandlungsformen und Pflege der zu betreuenden Menschen
  • Situation der pflegenden Personen
  • Umgang mit den erkrankten Menschen
  • Erwerb von Handlungskompetenzen im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressionen und Widerständen
  • Methoden und Möglichkeiten der Betreuung und Beschäftigung
  • Personenzentrierte Gesprächsführung
  • Nonverbale Kommunikationsformen
  • Überprüfen der eigenen Haltung zu Alter und Verwirrtheit
  • Auseinandersetzung mit der Helferrolle
  • Reflektionskompetenz (Relativierung der Erfolgsmöglichkeiten, Trauerarbeit leisten, eigenen Grenzen erkennen)

Nach Abschluss des Vorbereitungskurses erhalten die freiwilligen Mitarbeiter ein Zertifikat!

Während ihrer Einsätze haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich bei Fragen oder Unsicherheiten telefonisch mit der eigens für sie zuständigen Fachkraft in Verbindung zu setzten. Außerdem bieten wir den Freiwilligen ca. alle zwei Monate regelmäßig Gruppentreffen mit der zuständigen Fachkraft an. Dabei sollen Erfahrungen aus den Begegnungen ausgetauscht werden.

Haben Sie interesse an einem freiwilligen Engagement oder kommt dieses Angebot für Sie in Frage?

Frau Erika Mahnken (Pflegedienstleitung beim ASB - Ost) steht Ihnen unter der Telefonmummer 0421-4178711 oder per e-mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für weiterführende Informationen gerne zur Verfügung.